Kino International

Kino International

Mitte

Das zwei Jahre nach dem Mauerbau eröffnete KINO INTERNATIONAL war schon immer Avantgarde und ein Liebling der Filmschaffenden. Das einstige DEFA-Premierenhaus ist bis heute eines der wichtigsten Uraufführungskinos in Berlin und seit 1990 jährlich Spielort der Berlinale. Legendär ist das Filmtheater auch dank seines eleganten 60er Jahre Interieurs, einem perfekt proportionierten Kinosaal und der „Panorama“-Bar mit ihrer atemberaubenden Aussicht auf die einstige Prachtstraße Ostberlins.

1 Saal (551 Plätze)

Mehr über dieses Kino...

ADRESSE
Karl-Marx-Allee 33 10178 Berlin
ÖPNV
S+U Alexanderplatz Sperrung U5 Schillingstraße bis 9.4.2018
TELEFON
030 24756011
PREISE
Mo
7,00 €
Di-Mi
8,50 € / 7,50 €
Do-So
9,50 € / 8,50 €
Mongay
8,50 € / 7,50 €
PROGRAMM
EVENTS
Mongay - 23.7.18 | 22 Uhr | Kino International

Rift

Island 2017, 111 min, OmU Ein großartiger Thriller, in dem ein männliches Ex-Paar als Hauptfiguren, ohne dass ihre Sexualität jemals problematisiert wird, von einem rätselhaften Fremden bedroht wird. Ein atmosphärisches Indie-Genrehighlight in bester isländischer Tradition, nicht nur für queere Fans. Unbedingt anschauen!

KINO
Kino International
Termin
23.07.2018 22:00
Partner
Siegessäule
Ticket
Yuval Sharon inszeniert in Bayreuth - 25.7. | 18 Uhr | Kino International & Delphi Filmpalast

Lohengrin (Live aus Bayreuth)

Erleben Sie die Oper „Lohengrin" in einer Inszenierung von Yuval Sharon, Bühne und Kostüm von Neo Rauch und Rosa Loy, unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann am Premierentag aus dem Bayreuther Festspielhaus.. Wir übertragen die Aufführung am 25. Juli 2018 ab 18 Uhr aus dem Bayreuther Festspielhaus! Ein packendes Sounderlebnis mit brillanten Bildern in HD-Qualität.

KINO
Delphi Filmpalast, Kino International
Termin
25.07.2018 - 25.07.2018
Preise
€ 28 normal € 20 ermäßigt € 20 mit Kinoabo

Lohengrin LIVE

KINO
Kino International
ADRESSE
Karl-Marx-Allee 33 10178 Berlin
Termin
25.07.2018 18:00
Ticket
Lesung - 30.9.18 | 11 Uhr | Kino International

Literatur Live: Katharina Thalbach liest Ronja Räubertochter

Der Kinderbuchklassiker Astrid Lindgrens mit seiner tiefgründigen, fantasievollen, anrührenden und dabei lebensprallen Geschichte ist mit seiner wunderbaren Sprache der Interpretin Katharina Thalbach wie auf den Leib geschrieben. So lauscht man ihr begeistert und gebannt, wie sie dem zahnlosen Glatzen-Peer, dem hochemotionalen Bandenführer Mattis und all den vielen Gnomen, Wichten und Unwesen des wilden Waldes ihre Stimme leiht.

KINO
Kino International
Termin
30.09.2018 11:00
Preise
Eintritt 15 Euro, Kinder 12 Euro Onlinepreis: 16,50 bzw. 13,20 Euro Das Kinoabo gilt nicht!
Partner
Literatur LIVE
Ticket
Lesung - 21.1.2019 | 20 Uhr | Kino International

Literatur Live: Gregor Gysi liest & erzählt

Gregor Gysi liest aus seinen Büchern „Ein Leben ist zu wenig. Die Autobiographie“ und "Marx und wir." Gregor Gysi hat linkes Denken geprägt und wurde zu einem seiner wichtigsten Protagonisten. In seiner Autobiografie erzählt er von seinen zahlreichen Leben: als Anwalt, Politiker, Autor, Moderator und Familienvater.

In "Marx und wir. Warum wir eine neue Gesellschaftsidee brauchen“ - Was hat uns Karl Marx heute zu sagen? Ist der Kapitalismus noch zu retten? Oder brauchen wir eine neue Gesellschaftsidee? untersucht er kritisch, unterhaltsam und pointiert die Bedeutung des Marxschen Denkens und seiner Rezeption, die von akademischer Erbauungsliteratur bis zum Popart-Design reicht. Seine These: Die Menschheit braucht eine neue Utopie.

KINO
Kino International
Termin
21.01.2019 20:00
Preise
18 € Online 19,80 € Das Kinoabo gilt nicht!
Partner
Thalia.de
Ticket
GESCHICHTE

Eine Ikone der Moderne
Die Geschichte des KINO INTERNATIONAL ist selbst einen Film wert. Darin würde zum Beispiel erzählt, wie am 9. November 1989 Heiner Carows „Coming Out“ Premiere feiert – eine Sensation, denn nie zuvor war in der DDR ein Kinofilm über Homosexualität gezeigt worden. Der Filmtitel sollte in derselben Nacht Programm für das Schicksal einer ganzen Nation werden: Als der Vorhang fiel, war auch die Berliner Mauer gestürzt.
Das KI war und ist nicht nur eines der bedeutendsten Berliner Kinos, es gehört darüber hinaus zu den architektonischen Kronjuwelen der Stadt. Das heute denkmalgeschützte Gebäude wurde 1963 als multifunktionale Kulturstätte eröffnet. Unzählige DEFA-Premieren wurden hier gefeiert, festliche Bälle und Bankette fanden hier statt. Der Mauerfall tat seiner Bedeutung keinen Abbruch: Schon 1990, noch vor der offiziellen Auflösung der DDR, erhält das Kino International die Weihen zur festen Berlinale-Spielstätte. Jahrelang wird hier im Rahmen der Berlinale der Goldene Ehrenbär verliehen und regelmäßig die Russische und die Französische Filmwoche eröffnet.
Den Rest des Jahres sieht man hier europäische Filmkunst und Indie-Produktionen aus aller Welt, abends auch in Originalversion. Daneben gibt es viele Sonderveranstaltungen rund um die Fashion Week und das Gallery Weekend sowie radioeins Berlin-Premieren oder KiK (Kunst im Kino International). Deutsche und internationale Filmpremieren locken hochkarätige Gäste wie Tilda Swinton, Sophia Loren, Patti Smith, Hanna Schygulla, Wim Wenders, Steven Soderbergh, Robert Redford oder Steven Spielberg in das Haus.
Was gibt es noch? Jeden Montag abend trifft sich hier die schwul-lesbische Community zur Filmreihe MonGay. Da ist es nur konsequent, dass die Berlinale ihr „Panorama“-Programm alljährlich hier zeigt. Und draußen, an der Fassade, grüßt die Besucher schon aus der Ferne ein wunderschöner Anachronismus: Handgemalte Kinoplakate, zeitlos und einzigartig – wie die Kinodiva selbst.

15.11.1963

Das KINO INTERNATIONAL wird als multifunktionaler Veranstaltungsort nach den Entwürfen von Josef Kaiser in zwei Baujahren fertiggestellt und am 15. November mit dem sowjetischen Revolutionsdrama „Eine optimistische Tragödie“ eröffnet. Auch hier scheint der Name irgendwie Programm gewesen zu sein.

70er und 80er

Neben DEFA-Premieren werden auch ausgewählte Westproduktionen gezeigt, darunter „Cabaret“ (1972) und „Einer flog über das Kuckucksnest“ (1976). Am erfolgreichsten mit 15 Wochen Laufzeit und über 100.000 Besuchern aber war 1987 der Tanzstreifen „Dirty Dancing“.

1990

Das KI wird noch zu Lebzeiten der Deutschen Demokratischen Republik zur Spielstätte der Berlinale gewählt.

1992

Die Yorck Kinogruppe übernimmt das Haus von der Bezirksfilmdirektion.

1998

Erste Vorstellungen der schwulen Filmreihe MonGay.Das KI wird zu einem wichtigen Anziehungspunkt der schwul-lesbischen Community.

2013

Das KI wird 50! Gefeiert wird mit einer DEFA-Filmreihe und einer technischen Rundum-Erneuerung. Jetzt ist es wieder eines der modernsten Kinos der Stadt.

2014

Nach 15 Jahren geht die Ära des vielgeliebten „Klub International“ zu Ende. Dafür wird das Kino von Steven Spielberg gecastet: als Drehort für den Agentenfilm „Bridge of Spies“ mt Tom Hanks in der Hauptrolle.

2015

Noch eine Verewigung: Der Bauhistoriker Dietrich Worbs veröffentlicht sein Buch „Das Kino ‚International’ in Berlin“.

ANFAHRT