Kino International

Kino International

Mitte

Das zwei Jahre nach dem Mauerbau eröffnete KINO INTERNATIONAL war schon immer Avantgarde und ein Liebling der Filmschaffenden. Das einstige DEFA-Premierenhaus ist bis heute eines der wichtigsten Uraufführungskinos in Berlin und seit 1990 jährlich Spielort der Berlinale. Legendär ist das Filmtheater auch dank seines eleganten 60er Jahre Interieurs, einem perfekt proportionierten Kinosaal und der „Panorama“-Bar mit ihrer atemberaubenden Aussicht auf die einstige Prachtstraße Ostberlins.

1 Saal (551 Plätze)

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ADRESSE
Karl-Marx-Allee 33 10178 Berlin
ÖPNV
U Schillingstraße
TELEFON
030 24756011
PREISE
Mo
6,50 €
Di-Mi
8,00 € / 7,00 €
Do-So
9,50 € / 8,50 €
Mongay
7,50 € / 6,50 €
PROGRAMM
EVENTS
Mongay-Preview - 27.03.17 | 22 Uhr | Kino International

Seashore

BRA 2015, 83 min, OmU

Tomaz und Martin sind schon lange Freunde, aber irgendwie haben sie sich entfremdet. Als sie im Winter zusammen an Brasiliens Südküste fahren, eine Familienerbschaft zu regeln, kommen sie sich langsam wieder näher. Wunderschönes, raues Coming-of-Age-Drama über die Wirrungen der ersten Liebe.

KINO
Kino International
Termin
27.03.2017 22:00
Partner
Siegessäule
Ticket
Mongay - 03.04.17 | 22 Uhr | Kino International

Esteros

ARG/BRA 2016, 83 min, OmU

Als Matías nach zehn Jahren in Brasilien mit seiner Freundin in die argentinische Heimat zurückkehrt, kommen Erinnerungen an seinen Jugendfreund Jéronimo hoch. Die beiden Männer fahren schließlich einige Tage in die Esteros del Iberá, wo sie sich schon als Teenager näher kamen, aber nicht zu ihren Gefühlen stehen konnten ...

KINO
Kino International
Termin
03.04.2017 22:00
Partner
Siegessäule
Literatur Live - 30.04.17 | 11 Uhr | Kino International

Katharina Thalbach liest Emil und die Detektive

Als Emil während der Fahrt nach Berlin einnickt, wird ihm sein ganzes Geld gestohlen. Gemeinsam mit Pony Hütchen, Gustav mit der Hupe und anderen Berliner Kindern macht er sich auf die Jagd nach dem Dieb. Der glaubt natürlich nie und nimmer, dass ihn eine Kinderbande zur Strecke bringen kann. Aber da kennt er Emil und die Detektive schlecht! Erich Kästners erstes Kinderbuch ist gleichzeitig sein bekanntestes. Die Geschichte um Emil und seine Freunde wurde in Deutschland und im Ausland mehrmals mit großem Erfolg verfilmt.

KINO
Kino International
Termin
30.04.2017 11:00
Preise
Eintritt 15 €, Kinder 12 € Online-Preis: 16,50 bzw. 13,50 €
Ticket
Mongay - 10.4.16 | 22 Uhr | Kino International

The dream children

AUS 2015, 98 min, OmU

Steven Evans ist ein beliebter TV-Star, aber zunehmend unzufrieden mit den Oberflächlichkeiten der Fernsehwelt, die er selbst mit erschaffen hat. Als sein heimlicher Lebenspartner adoptieren will, blüht Steven nach ersten Zweifeln förmlich auf. Bis ein unerwarteter Besuch auftaucht und die Familie gefährdet. Bewegendes Drama aus Australien!

KINO
Kino International
Termin
10.04.2017 22:00
Partner
Siegessäule
GESCHICHTE

Eine Ikone der Moderne
Die Geschichte des KINO INTERNATIONAL ist selbst einen Film wert. Darin würde zum Beispiel erzählt, wie am 9. November 1989 Heiner Carows „Coming Out“ Premiere feiert – eine Sensation, denn nie zuvor war in der DDR ein Kinofilm über Homosexualität gezeigt worden. Der Filmtitel sollte in derselben Nacht Programm für das Schicksal einer ganzen Nation werden: Als der Vorhang fiel, war auch die Berliner Mauer gestürzt.
Das KI war und ist nicht nur eines der bedeutendsten Berliner Kinos, es gehört darüber hinaus zu den architektonischen Kronjuwelen der Stadt. Das heute denkmalgeschützte Gebäude wurde 1963 als multifunktionale Kulturstätte eröffnet. Unzählige DEFA-Premieren wurden hier gefeiert, festliche Bälle und Bankette fanden hier statt. Der Mauerfall tat seiner Bedeutung keinen Abbruch: Schon 1990, noch vor der offiziellen Auflösung der DDR, erhält das Kino International die Weihen zur festen Berlinale-Spielstätte. Jahrelang wird hier im Rahmen der Berlinale der Goldene Ehrenbär verliehen und regelmäßig die Russische und die Französische Filmwoche eröffnet.
Den Rest des Jahres sieht man hier europäische Filmkunst und Indie-Produktionen aus aller Welt, abends auch in Originalversion. Daneben gibt es viele Sonderveranstaltungen rund um die Fashion Week und das Gallery Weekend sowie radioeins Berlin-Premieren oder KiK (Kunst im Kino International). Deutsche und internationale Filmpremieren locken hochkarätige Gäste wie Tilda Swinton, Sophia Loren, Patti Smith, Hanna Schygulla, Wim Wenders, Steven Soderbergh, Robert Redford oder Steven Spielberg in das Haus.
Was gibt es noch? Jeden Montag abend trifft sich hier die schwul-lesbische Community zur Filmreihe MonGay. Da ist es nur konsequent, dass die Berlinale ihr „Panorama“-Programm alljährlich hier zeigt. Und draußen, an der Fassade, grüßt die Besucher schon aus der Ferne ein wunderschöner Anachronismus: Handgemalte Kinoplakate, zeitlos und einzigartig – wie die Kinodiva selbst.

15.11.1963

Das KINO INTERNATIONAL wird als multifunktionaler Veranstaltungsort nach den Entwürfen von Josef Kaiser in zwei Baujahren fertiggestellt und am 15. November mit dem sowjetischen Revolutionsdrama „Eine optimistische Tragödie“ eröffnet. Auch hier scheint der Name irgendwie Programm gewesen zu sein.

70er und 80er

Neben DEFA-Premieren werden auch ausgewählte Westproduktionen gezeigt, darunter „Cabaret“ (1972) und „Einer flog über das Kuckucksnest“ (1976). Am erfolgreichsten mit 15 Wochen Laufzeit und über 100.000 Besuchern aber war 1987 der Tanzstreifen „Dirty Dancing“.

1990

Das KI wird noch zu Lebzeiten der Deutschen Demokratischen Republik zur Spielstätte der Berlinale gewählt.

1992

Die Yorck Kinogruppe übernimmt das Haus von der Bezirksfilmdirektion.

1998

Erste Vorstellungen der schwulen Filmreihe MonGay.Das KI wird zu einem wichtigen Anziehungspunkt der schwul-lesbischen Community.

2013

Das KI wird 50! Gefeiert wird mit einer DEFA-Filmreihe und einer technischen Rundum-Erneuerung. Jetzt ist es wieder eines der modernsten Kinos der Stadt.

2014

Nach 15 Jahren geht die Ära des vielgeliebten „Klub International“ zu Ende. Dafür wird das Kino von Steven Spielberg gecastet: als Drehort für den Agentenfilm „Bridge of Spies“ mt Tom Hanks in der Hauptrolle.

2015

Noch eine Verewigung: Der Bauhistoriker Dietrich Worbs veröffentlicht sein Buch „Das Kino ‚International’ in Berlin“.

ANFAHRT