Kino International

Kino International

Mitte

Das zwei Jahre nach dem Mauerbau eröffnete KINO INTERNATIONAL war schon immer Avantgarde und ein Liebling der Filmschaffenden. Das einstige DEFA-Premierenhaus ist bis heute eines der wichtigsten Uraufführungskinos in Berlin und seit 1990 jährlich Spielort der Berlinale. Legendär ist das Filmtheater auch dank seines eleganten 60er Jahre Interieurs, einem perfekt proportionierten Kinosaal und der „Panorama“-Bar mit ihrer atemberaubenden Aussicht auf die einstige Prachtstraße Ostberlins.

1 Saal (551 Plätze)

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ADRESSE
Karl-Marx-Allee 33 10178 Berlin
ÖPNV
U Schillingstraße
TELEFON
030 24756011
PREISE
Mo
7,00 €
Di-Mi
8,50 € / 7,50 €
Do-So
9,50 € / 8,50 €
Mongay
7,50 € / 6,50 €
PROGRAMM
EVENTS
Premiere - 20.12.17 | 19.30 Uhr | Kino International

Drei Zinnen

PREMIERE

Lea ist seit zwei Jahren nicht mehr mit dem Vater ihres Sohnes Tristan zusammen. Sie ist glücklich in ihrer neuen Beziehung mit dem Architekten Aaron, er und sein achtjähriger Stiefsohn verstehen sich gut. Auf dem Papier ist Aaron – ein Mann, der in der Natur überleben und Klavierspielen kann – ein erstklassiger Ersatzpapa. Dann aber fährt die kleine Patchworkfamilie gemeinsam in den Urlaub. Auf einer abgelegenen Holzhütte am Rand von Südtirol wird Tristan wütend, hat keine Lust mehr, sich mit seinem Stiefvater zu arrangieren. Lea setzt alles daran, dass die Ferien nicht verdorben werden. Aber nachdem Aaron vergeblich versucht hat, von Tristan akzeptiert zu werden, wächst die Abneigung zwischen den beiden. Die Situation in den Bergen spitzt sich dramatisch zu…

KINO
Kino International
Termin
20.12.2017 19:30
Preise
12 € Das Kinoabo gilt nicht!
Ticket
Sektempfang, Film-Doppel und Köstlichkeiten vom Balthazar

Heiligabend 2017 im Kino International

Auch in diesem Jahr lädt das Kino International zu einem festlichen Programm am Heiligabend - mit Sektempfang, zwei Filmen und Köstlichkeiten vom Restaurant Balthazar.

Als Filmköstlichkeiten zeigen wir DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG von Paolo Virzi mit Helen Mirren und Donald Sutherland in den Hauptrollen. Nach der kulinarischen Pause geht es weiter mit DAS LEBEN IST EIN FEST, dem neuen Film der Regisseure von ZIEMLICH BESTE FREUNDE. Beide Filme laufen in der deutschen Fassung.

In der Pause zwischen den Filmen serviert der preisgekrönte Koch Holger Zurbrüggen vom Restaurant Balthazar ein Buffet mit köstlichem Fingerfood. Einlass ab 17.30, Filmbeginn gegen 18.30 Uhr.

KINO
Kino International
ÖPNV
U5 Schillingstraße / U+S Alexanderplatz
Termin
24.12.2017 17:30
Preise
46 € (Kein Kartenkauf möglich im Kant, Cinema Paris, Delphi Filmpalast und delphi LUX) Das Kinoabo gilt nicht! Einlass ab 17.30 Uhr, Filmbeginn gegen 18.30 Uhr DIE VERANSTALTUNG IST AUSVERKAUFT
Ticket
Mongay - 18.12.17 | 22 Uhr | Kino International

Einen Freund zum Geburtstag

USA 2015, 83 min Der 17-jährige Henry, Sohn eines evangelikalen Priesters, feiert seinen Geburtstag mit einer Poolparty, zu der zahlreiche Freunde, aber auch erwachsene Gemeindemitglieder kommen. Henry versucht, seine Gefühle für einen Jungen zu vertuschen, aber er ist nicht der einzige mit einem Geheimnis ...

KINO
Kino International
Termin
18.12.2017 22:00
Partner
Siegessäule

Einen Freund zum Geburtstag

KINO
Kino International
ADRESSE
Karl-Marx-Allee 33 10178 Berlin
Termin
18.12.2017 22:00
Ticket
Mongay - 25.12.17 | 22 Uhr | Kino International

Retake

USA 2016, 95 min, OmU Was hat Jonathan mit dem jungen Stricher vor, den er für einen Roadtrip zum Grand Canyon engagiert? Geht es dem Mittvierziger wirklich nur um ein Rollenspiel, um das Ausloten von Dominanz und Unterwerfung? Ein mysteriöses Beziehungsdrama um Identität, die Macht der Vergangenheit und Neuanfänge.

KINO
Kino International
Termin
25.12.2017 22:00
GESCHICHTE

Eine Ikone der Moderne
Die Geschichte des KINO INTERNATIONAL ist selbst einen Film wert. Darin würde zum Beispiel erzählt, wie am 9. November 1989 Heiner Carows „Coming Out“ Premiere feiert – eine Sensation, denn nie zuvor war in der DDR ein Kinofilm über Homosexualität gezeigt worden. Der Filmtitel sollte in derselben Nacht Programm für das Schicksal einer ganzen Nation werden: Als der Vorhang fiel, war auch die Berliner Mauer gestürzt.
Das KI war und ist nicht nur eines der bedeutendsten Berliner Kinos, es gehört darüber hinaus zu den architektonischen Kronjuwelen der Stadt. Das heute denkmalgeschützte Gebäude wurde 1963 als multifunktionale Kulturstätte eröffnet. Unzählige DEFA-Premieren wurden hier gefeiert, festliche Bälle und Bankette fanden hier statt. Der Mauerfall tat seiner Bedeutung keinen Abbruch: Schon 1990, noch vor der offiziellen Auflösung der DDR, erhält das Kino International die Weihen zur festen Berlinale-Spielstätte. Jahrelang wird hier im Rahmen der Berlinale der Goldene Ehrenbär verliehen und regelmäßig die Russische und die Französische Filmwoche eröffnet.
Den Rest des Jahres sieht man hier europäische Filmkunst und Indie-Produktionen aus aller Welt, abends auch in Originalversion. Daneben gibt es viele Sonderveranstaltungen rund um die Fashion Week und das Gallery Weekend sowie radioeins Berlin-Premieren oder KiK (Kunst im Kino International). Deutsche und internationale Filmpremieren locken hochkarätige Gäste wie Tilda Swinton, Sophia Loren, Patti Smith, Hanna Schygulla, Wim Wenders, Steven Soderbergh, Robert Redford oder Steven Spielberg in das Haus.
Was gibt es noch? Jeden Montag abend trifft sich hier die schwul-lesbische Community zur Filmreihe MonGay. Da ist es nur konsequent, dass die Berlinale ihr „Panorama“-Programm alljährlich hier zeigt. Und draußen, an der Fassade, grüßt die Besucher schon aus der Ferne ein wunderschöner Anachronismus: Handgemalte Kinoplakate, zeitlos und einzigartig – wie die Kinodiva selbst.

15.11.1963

Das KINO INTERNATIONAL wird als multifunktionaler Veranstaltungsort nach den Entwürfen von Josef Kaiser in zwei Baujahren fertiggestellt und am 15. November mit dem sowjetischen Revolutionsdrama „Eine optimistische Tragödie“ eröffnet. Auch hier scheint der Name irgendwie Programm gewesen zu sein.

70er und 80er

Neben DEFA-Premieren werden auch ausgewählte Westproduktionen gezeigt, darunter „Cabaret“ (1972) und „Einer flog über das Kuckucksnest“ (1976). Am erfolgreichsten mit 15 Wochen Laufzeit und über 100.000 Besuchern aber war 1987 der Tanzstreifen „Dirty Dancing“.

1990

Das KI wird noch zu Lebzeiten der Deutschen Demokratischen Republik zur Spielstätte der Berlinale gewählt.

1992

Die Yorck Kinogruppe übernimmt das Haus von der Bezirksfilmdirektion.

1998

Erste Vorstellungen der schwulen Filmreihe MonGay.Das KI wird zu einem wichtigen Anziehungspunkt der schwul-lesbischen Community.

2013

Das KI wird 50! Gefeiert wird mit einer DEFA-Filmreihe und einer technischen Rundum-Erneuerung. Jetzt ist es wieder eines der modernsten Kinos der Stadt.

2014

Nach 15 Jahren geht die Ära des vielgeliebten „Klub International“ zu Ende. Dafür wird das Kino von Steven Spielberg gecastet: als Drehort für den Agentenfilm „Bridge of Spies“ mt Tom Hanks in der Hauptrolle.

2015

Noch eine Verewigung: Der Bauhistoriker Dietrich Worbs veröffentlicht sein Buch „Das Kino ‚International’ in Berlin“.

ANFAHRT